HollmannHilljegerdes, Altersvorsorge-Berater Oldenburg

Schatztruhe

Einführung der Unisextarife

02.11.2012
Im Frühjahr 2011 hatte der EuGH entschieden, dass Versicherer ab dem 21.12.2012 bei der Tarifkalkulation nicht mehr zwischen Frau und Mann unterscheiden dürfen.

Somit hat das Geschlecht für die Beitragskalkulation keine Bedeutung mehr und die derzeitigen Bisextarife werden von den Unisextarifen abgelöst. Frauen und Männer zahlen fortan den gleichen Beitrag für die gleiche Leistung.

Für Männer bedeutet das beim Thema Altersvorsorge u.a., dass sie aufgrund der statistisch längeren Lebenserwartung der Frauen zukünftig weniger Rente für ihren Beitrag erhalten. Daher sollten Männer noch bis zum 20.12.2012 fürs Alter vorsorgen.

Dabei ist darauf zu achten, dass die gewählten Tarife auch bei Beitragspausen und –dynamiken sowie Zusatzzahlungen und Verschiebungen des Rentenbeginns „unisex-sicher" sind.

In Expertenkreisen wird derzeit noch rege diskutiert, ob dieses EuGH-Urteil auch in der bAV Anwendung findet. Arbeitgeber sind gut beraten, wenn bei Versorgungszusagen an Mitarbeitern über versicherungsförmige Durchführungswege nur noch Unisex-Tarife angeboten werden (Gleichbehandlungsgrundsatz).

Frauen zahlen durch die Unisextarife deutlich höhere Beiträge für die Todesfallabsicherung und Hinterbliebenenversorgung. Wer hier aktuell Versorgungsbedarf hat, sollte in den noch verbleibenden Wochen handeln.

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